Katzengras: Wozu fressen Katzen Gras?


Durch die häufige Fellpflege verschluckt die Katze das ein oder andere Haar. Das ist an sich nicht schlimm, allerdings sammeln sich die Haare im Verdauungstrakt

und müssen irgendwie wieder hinaus. Werden die Haare nicht ausgeschieden, kann es zum Darmverschluss kommen, was für die Katze wirklich gefährlich werden kann. Als Freigänger fressen die Katzen einfach das Gras, das ihnen vor die Nase kommt. Durch die Grasspitzen kommt es zum Reiz des Magens und in Folge zum Erbrechen der Haare. Meist ist das dann eine kleine Haarwurst – riecht nicht und kann leicht entsorgt werden.

Eine Wohnungskatze ist auf unsere Mithilfe angewiesen, damit das Verdauungssystem in Ordnung bleibt. Entweder wir geben unserer Katze Malzpaste oder ein spezielles Futter, dann werden die Haare zusammen mit dem Kot ausgeschieden. Oder wir stellen unseren Katzen Grünes zur Verfügung, dann nehmen die Haare den oberen Weg.

An Gräsern eignen sich eigentlich alle Sorten, die nicht scharfkantig sind und keine Widerhaken haben. Man kann es vor dem Kauf fühlen, wenn man einen Halm entlangstreicht: Fühlt sich der Halm glatt an oder sind da kleine Häkchen? Die hakenreichen Grassorten sollten unsere Katzen besser nicht bekommen, denn es kann sein, dass so ein Halm im Hals stecken bleiben kann. So passiert mit einer Katze, die den Halm nach 14 Tagen niesen, husten und röcheln aus der Nase hängen hatte.

Daher ist es besser auf weichere Grassorten zurückzugreifen. Allerdings sind hier auch die Geschmäcker unserer Katzen ganz verschieden: Manche mögen es einfach etwas pieksiger, denn dadurch wird der Reiz zum Erbrechen verstärkt.

Anbieten kann man den Katzen die Grünlilie, das Zwerg-Zyperngras, den Zimmerbambus und weiches Gras wie das Weizenkeimgras.

Aber auch einen Graskasten lieben Katzen: nicht nur zum Abkauen der Grashalmspitzen, sondern um darin zu liegen und einen kleinen Hauch von Natur zu spüren.

Was passiert, wenn der Katze kein Gras zur Verfügung steht?

Sie sucht sich eine Alternative. Das können Zimmerpflanzen sein oder Dinge, von denen die Katze annimmt, dass sie der Verdauung förderlich sein können. Im Prinzip kann das alles sein und vom Geschenkband bis Papier oder Gummi reichen.

Zimmerpflanzen können giftig sein und für die Katze damit tödlich. Denn auch wenn die Katze täglich nur eine geringe Menge davon zu sich nimmt und diese geringe Menge auch wieder erbricht, nimmt der Körper doch etwas von dem Gift zu sich. Einmalig ist das wahrscheinlich kein Problem. Wenn sich die Katze aber über Monate oder gar Jahre von dieser Pflanze bedient, reichert der Körper das Gift an, was zu Organschäden und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann.

Deshalb sollten in einer Katzenwohnung giftige Pflanzen erst gar nicht vorhanden sein. Geschenkbänder sind wie Gummi ebenfalls für die Katze gefährlich: Das Band kann zu einer Darmverschlingung führen oder sich beim Spielen um den Hals legen. Das Gummi wird im Magen durch den Entzug ds Weichmachers hart und scharfkantig und verletzt die Katze von innen. Mehr hierzu im Beitrag über die Gefahren der Wohnungshaltung.

 

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